Untersuchungen zum Aalbestand

Erfassung der Abwanderung von Aalen im Einzugsgebiet der Warnow

Ziel des Aalmonitoring ist die ganzjährige Erfassung der wandernden Aale in der Aalfangstation des Flusses Warnow in der Ortslage Kessin sowie die Abschätzung des Rekrutierungspotentials der Bestände. Die Markierung und der Wiederaussatz der gefangenen Aale zur Erkundung des Migrationsverhaltens sind ebenso wichtig wie die Erfassung der Aalbestände im unmittelbarem Küstenbereich und in den inneren Küstengewässern des Landes Mecklenburg-Vorpommern von der Wismarbucht bis zum Stettiner Haff.

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Erfassung des Aalaufkommens mit wissenschaftlichen Fanggeräten in den inneren und äußeren Küstengewässern

Das Aalmonitoring der äußeren und inneren Küstengewässer Mecklenburg-Vorpommerns, welches der Verein im Auftrag des Institutes für Fischerei betreut stellt sich wie folgt zusammen. Die Untersuchungsgebiete unterteilten sich in fünf bzw. vier Gewässerabschnitte der inneren und äußeren Küstengewässer Mecklenburg–Vorpommerns.

 

Innere Küstengewässer:

            Gebiet 1 innen: Darß-Zingster Boddenkette

            Gebiet 2 innen: Strelasund

            Gebiet 3 innen: Greifswalder Bodden

            Gebiet 4 innen: Achterwasser und angrenzender Peenestrom

            Gebiet 5 innen: Oderhaff

 

Äußere Küstengewässer:

            Gebiet 1 außen: Salzhaff und Wismarbucht

            Gebiet 2 außen: Gewässer Külungsborn bis Nienhagen

            Gebiet 3 außen: Gewässer Nord und Nordost um Rügen

            Gebiet 4 außen: Außenküste Usedoms

 

In den oben aufgeführten Gewässerteilen werden jeweils 6 Planquadrate nach dem Zufallsprinzip ausgewählt und in diesen je eine Fläche von 1 ha beprobt. Das dafür zum Einsatz gekommene Fangsystem ist im Bericht Aalmonitoring, unter Projekte und darin unter aktuelle Projekte auf dieser Seite, ausführlich beschrieben. Die Stellzeit beträgt 48 Stunden.

Aus dieser Planung ergeben sich 54 Fangeinsätze. Um eine geringe Aktivität der Aale durch Kälteruhe zu vermeiden und somit die Fangergebnisse besser vergleichbar zu machen, sollte die Probenahme ab bzw. über einer Wassertemperatur von 10 °C durchgeführt werden.

Bei allen Einsätzen werden Position, Wassertiefe, Sichttiefe, Stellzeit, Hydrographie, Abundanzen und Längen der gefangenen Fischarten aufgenommen. Für den Aal werden zu dem noch das Vollgewicht, die Länge der Brustflossen und die Augendurchmesser (vertikal und horizontal) erfasst. Aus den letzten beiden Parametern können im Nachgang die Entwicklungsstadien (Gelb- bzw. Blankaal) der einzelnen Tiere errechnet werden. Weiterhin werden die Flächen einiger ausgewählter Fangpositionen mit einem Sonar komplett aufgenommen, um deren Struktur zu erfassen. Ziel ist es zu prüfen, ob sich ein Zusammenhang zwischen Struktur der befischten Fläche und Fangmenge an Aal herstellen lässt. Dazu werden im Anschluss für jede aufgenommene Fangposition topographische Strukturen ab jeweils 0,2 m und 0,3 m Höhe aus der Gesamtfläche des jeweiligen Fangsystems herausgerechnet und in Flächenprozentanteilen gegen die zugehörige Fangmenge an Aal aufgetragen. Aus zeitlichen Gründen ist eine Sonaraufnahme aller Fangsysteme jedoch nicht möglich. Die aufgenommenen Daten können jedoch, nach Abgleich mit den Beschreibungen für FFH-Gebiete für die Küstengewässer Mecklenburg-Vorpommerns, für die restlichen Fangflächen als Strukturdaten mit den jeweiligen Fangmengen an Aal in Beziehung gesetzt werden.

Die gefangenen Aale wurden für weitere wissenschaftliche Untersuchungen bereitgestellt.